Jusos Lausitz

18.06.2020 - 5G: Fortschritt anstatt Strahlentod

Allgemein

Unser Vorsitzender Alex Scholze, welcher im Stadtrat von Wittichenau sitzt, äußerte sich zu der aktuellen Diskussion zum Thema "5G" im Wittichenauer Stadtrat. Seine Stellungnahme "Fortschritt anstatt Strahlentod" könnt ihr hier lesen.

In der letzten Stadtratssitzung vom 06. Mai sprach der Hoyerswerdaer Sprecher der Bürgerinitiative „Leben statt Sterben“ über die vermeintlichen Gefahren von 5G. Auch die letzte Ausgabe des Wochenblatts nahm auf diesen Vortrag Bezug. Ich möchte mit diesem Beitrag kurz darstellen, warum ich 5G für nicht lebensbedrohlich halte und die Darstellungen der Bürgerinitiative für zu einseitig.

Was ist 5G? 5G ist die neue Generation im Mobilfunk. Sie soll die Digitalisierung in vielen Lebensbereichen weiter voranschreiten lassen. So sollen industrielle Maschinen noch stärker durch Mobilfunk vernetzt und zu „mitdenkenden Geräten“ werden.

Was sind Gefahren? Die Theorie das 5G lebensbedrohlich ist, ist schwer zu widerlegen, da der Beweis von einer Nichtexistenz immer kaum widerlegbar ist. Beispiel: Auch die Nichtexistenz eines Drachen auf dem Galgenberg konnte bisher noch niemand beweisen. Klar ist, dass von Mobilfunk elektromagnetische Strahlungen ausgehen, welche aber schon jetzt Alltag durch Smartphones, Radios, Mikrowellen etc. geworden sind. Hochfrequentierte 5G-Felder stuft die Weltgesundheitsorganisation in die Gruppe „2B“ ein. 2B bedeutet zwar „möglicherweise krebserregend für den Menschen“, jedoch sind in dieser Gruppe auch Kaffee oder Körperpuder auf Talkumbasis eingestuft.

Fazit? Ängste und Fragen von Bürgern zu neuen technologischen Entwicklungen sind stets ernst zu nehmen und nach bestem Wissen ehrlich zu beantworten. Der Vortrag der Bürgerinitiative war jedoch sehr einseitig zu Gunsten der Gefahren. So wurde beispielsweise die Klassifizierung von 5G als „möglicherweise krebserregend“ thematisiert, jedoch nicht genannt, was noch für Alltagsgegenstände des Menschen ebenfalls in diese Klassifizierung fallen. Ebenfalls wurde nicht auf den technischen Fortschritt eingegangen. Dass wir jedoch eine weiter fortschreitende Digitalisierung dringend brauchen, hat uns vor allem Corona vor Augen geführt. Ohne Digitalisierung hätte es viele Branchen in den letzten Wochen noch härter getroffen. Oder anders gesagt: Wäre die Digitalisierung in Deutschland und vor allem in der Lausitz schon weiter, hätten die Schäden von Corona auch deutlich geringer ausfallen können.

Wie weiter in Wittichenau? Auch im Wittichenauer Lebensalltag wird die Digitalisierung seine Spuren hinterlassen und das Leben fortschrittlicher gestalten. Erst kürzlich durften wir erfahren, dass die Wittichenauer Einzelhändler eine Verkaufs-App an den Start bringen wollen. Dass dabei das zentrale Wahlkampfthema zur Stadtratswahl der SPD im letzten Jahr aufgegriffen wird, freut mich natürlich ungemein.

Informationen zu 5G von der TU Dresden sowie von der Bürgerinitiative können gerne bei mir eingefordert werden. Selbstverständlich besteht auch die Möglichkeit andere Fragen oder Informationen an mich zu richten. Kontaktieren Sie mich dazu einfach. Am besten per E-Mail:

info@jusos-lausitz.de

Alex Scholze, Stadtrat (SPD)